Zitat der Woche:


Es ist nicht die Krone
und das Reich,
was einen König macht....

(Novalis)


 

 

Mythos „Hundeausstellung“

Form v.s Funktionalität


Was sagen „Championtitel“ über die

Gesundheit/Qualität eines Hundes aus?

Ausstellung mehr Schein als Sein?

Bedeutung der Hundeausstellungen für die Zucht?


Einfach mal etwas zum Nachdenken….


Hundeausstellungen bzw. Schönheitsschauen  sind Schauen.

Der eine nimmt Siege dort sehr wichtig, der andere weniger und die nächsten wollen einfach nur zu schauen….

Oft konnten wir beobachten wie z.B. bei  langhaarigen Hunden zu lang gewordene Haare an den Pfoten abgeschnitten wurden, damit die Pfoten besser zur Geltung kommen, daß weiße Hunde vorher noch mit einem speziellen Shampoo zur Aufhellung gebadet wurden und wenn es bei einer Hunderasse mal zu einer Augen-OP kam, wie z.B. ein Ektropium, dann wird auch schon einmal die Hilfe eines Kajalstiftes in Anspruch genommen, um die weiß nachwachsenden Haare einzufärben….

Und zu guter Letzt, gibt es diese Aussteller, die sich für nichts zu schade sind und Richter am Vorabend noch zu einem Dinner einladen oder auch mehr....

Es gibt nichts was es nicht gibt in diesem Zirkus…


Hauptsache: Ein Sieg kann verzeichnet werden…


Das Konkurrenzdenken ist groß, damit wächst der Neid und es kommt auch teilweise zu üblen Nachreden unter den und über die Aussteller/Züchtern…


Das ist nicht unsere Welt und wir haben diesem Zirkus inzwischen entsagt.

Unsere Prioritäten liegen nun woanders.


Wir haben nichts gegen Hundeausstellung /Schönheitsschauen, auch wir haben vor Jahren, blauäugig wie wir waren, regelmäßig an diesen Schauen teilgenommen aber man sollte begreifen, daß diese Siege bzw. Aussagen für die Zucht nur begrenzt taugen. Inzwischen können wir sagen, wir haben es verstanden. Betonen möchten wir, daß  wir niemanden angreifen möchten, im Gegenteil. Wir freuen uns für jeden der mal so richtig  „abräumt“, beladen mit X-Pokalen nach Hause fährt.  Es ist ein tolles Gefühl, das auch wir kennen.  Aber , die Geschmäcker sind unterschiedlich und was auf den Ausstellungen manchmal so gerichtet wird…sagt eben nichts über die Gesundheit des Tieres aus…z.B. werden Hunde ausgestellt mit einem operierten Ektropium oder Spondylose oder  HD-D (nicht zuchttauglich)  und haben dennoch die Chance ganz nach oben zu gelangen und einen Sieg zu erlangen.  Nochmals, wir gönnen jedem Aussteller, ohne Neid, alle Erfolge der Welt. 


Nur für die Zucht ist der Aussagewert gegen null tendierend. Dieses sollte man sich einfach bewußt machen.


Nun werden sicher einige sagen, es gibt doch einen bei der FCI hinterlegten internationalen  Standard  von den einzelnen Rassen!.  Ja, das stimmt aber wird dieser auch beim Richten von den Richtern immer auf die einzelnen Rassen objektiv  angewendet?

Ein international gültiger Standard ist zunächst einmal keine Garantie für irgendetwas. Schon gar nicht dafür, dass nur einwandfreie Hunde eine Bestnote erhalten, denn sonst  könnte es eigentlich auch nicht vorkommen, daß  Rassen sich innerhalb weniger Jahre so verändern, daß man sie kaum wieder erkennt?!

Die Tatsache, dass es viele unterschiedliche Vorstellungen vom Idealtyp einer Rasse und Auslegungsarten des Standards gibt, hat natürlich Konsequenzen. Manche davon sind nützlich, manche führen zu Kopfschütteln, und manche kann man schon dramatisch nennen. 


Die Verwendung von Rassestandards als Zuchtkriterium dreht das aber genau um. Wenn ein Hund eine bestimmte Form hat, so die Logik, muss er auch eine bestimmte Funktion erfüllen können.

Obwohl also jede praktische Kontrolle darüber fehlt, ob die einzelnen Rassen tatsächlich eine gute Funktionalität haben, also ihrer Geschichte (Vergangenheit) entsprechen, wird weiterhin von den Ausstellern wegen der Beurteilungen durch die einzelnen Richter so getan , als ob diese Kontrolle durch die Richter gegeben wäre.

Im Ergebnis jedoch sind die meisten erfolgreichen Hunde  nicht mehr in der Lage, in ihrer Funktionalität der einst großen Bedeutung ihrer Züchtung bzw. Entstehung auch nur ansatzweise  zu entsprechen.


 Ihre Anatomie lässt es einfach nicht mehr zu!


Wo Menschen richten, ist Subjektivität leider nicht zu vermeiden. Das hat sich herumgesprochen.

Auch wenn durch die Aussteller/Züchter den Interessierten und Besuchern Objektivität vorgegaukelt wird, sollte man sich doch fragen warum es passieren kann, daß  eine gute Bewertung vergeben wird,  weil der Besitzer (Aussteller) sie noch braucht, damit sein Hund einen Titel erringt obwohl nach Objektivität ein anderer Hund dem Standard besser entspricht?!. 

Oder der gleiche Hund an einem Wochenende den ersten Platz belegt und eine Woche später unter einem anderen Richter noch nicht mal mehr in die Platzierung läuft....?!

Oder ein Hund erhält eine gute Bewertung, weil der Aussteller (Besitzer) am Vorabend noch mit dem Richter gemeinsam zum Essen war oder weil man sich kennt?!


Es ist ein Extrem, eine Form von  Vetternwirtschaft und ist damit letztendlich der Ausdruck dessen, was bei einer Ausstellung tatsächlich vor sich geht.


In unseren Augen sind Ausstellungen Selbstzweck und darum entgegen anders lautenden Ansichten nur für Ausstellungen gut.

Übertypisierungen sind deswegen keine unerwünschte, bedauerliche Nebenwirkung sondern die logische und über kurz oder lang unausweichliche Konsequenz , wobei der Begriff der Übertypisierung alles beinhalten kann von einer leichten Abweichung in der Halslänge bis zu schweren Deformationen. Z.B. noch längere Bassetohren oder noch breitere Bulldogschädeln mit noch kürzeren Nasen,  die extreme Hinterhandwinkelung beim Deutschen Schäferhund oder aber immer massigere Hunde mit Unmengen an loser Haut.


Ausstellungen sind nicht die Ursache für die Entstehung von Defekten....aber sie sind eine –wenn nicht DIE-Ursache für die massive Verbreitung von Defekten und Übertypesierungen! Denn Ausstellungen sind der Ort, an dem wie nirgends sonst darüber entschieden wird, welche Hunde in der Zucht Verwendung finden. Damit wird dort auch über Wohl und Wehe der  Hunde entschieden.


Besucher oder Interessierte einer Hunderasse  sollten sich deshalb darüber im Klaren sein, dass Ausstellungen keineswegs nur das harmlose Wochenendvergnügen sind als das sie gerne gesehen werden.


Vielmehr sollten Interessierte sich das Internet zu Nutze zu machen, Kontakt mit den einzelnen Züchter aufnehmen und diese besuchen um die Hunde kennenzulernen, wie auch  die Züchter. Das ist sicherlich aufschlußreicher als ein Besuch auf einer Hundeausstellung.


Denn auf den Ausstellungen wird oftmals lediglich der Schein von Objektivität  gewahrt, daher ist es eben nichts weiter als nur der Schein. Insofern ist dieses ganze  Reklamieren von Objektivität lediglich als Versuch zu werten, sich selbst einzureden, dass man auf dem rechten Weg ist.

Es ist ein kollektiver Selbstbetrug.


Daher haben wir für uns entschieden, wir wollen uns nicht selbst betrügen bzw. belügen. Nein, unsere Priorität liegt in der Zucht auf Funktionalität, Wesen und Gesundheit und nicht auf den einzelnen Erfolgen einer Hundeausstellung.




Es grüßen herzlichst

Sandra Lobenstein & Thomas Ströbel mit allen Fellnasen

"vom Eifelgrund"....


Sie interessieren sich für die Rasse "Fila Brasileiro"? Dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren....


Tel.: 02443-9028399 ab 17.00 Uhr

Mobil: 01575-1346761


E-Mail: sandralobenstein@fila-brasileiro-eifel.de



Unser Rudel und wir  freuen uns auf Sie.....!!!


 

 

231765

 

Seit `2012 anerkannter Züchter im

 


 

Besuchen Sie uns auch auf  

 und mit einem Klick

empfehlen Sie uns weiter...